Herstritt 2003 in Dorndiel

Am 5. Oktober war es mal wieder soweit. Zwischen 16 und 17 Reiter (wir waren uns nicht ganz einig und NEIN, es lag nicht am Schnaps) trafen sich in Dorndiel zum Herbstritt bei Rotraud, Anna und Bernhard.

Da wir auf die Nachzügler warteten, die teilweise Dorndiel nicht gefunden haben, weil listige Bauarbeiter in Groß-Umstadt das Hinweisschild entfernt hatten und teilweise zwar Dorndiel gefunden haben, aber erst noch Zäune richten mussten, weil listige Pferde diese kurzerhand ebenfalls entfernt haben (danke Nico) ritten wir mit der üblichen Verspätung gegen 11.10 Uhr los. Leider hat Sindri uns den Bügeltrunk nicht gegönnt. Er zerdepperte kurzerhuf die Flasche und alle Gläser, so dass wir mit Korn vorlieb nehmen mussten. Einige haben sich daher nicht nur vor Kälte geschüttelt. Wir wählten den Weg durch den Ort. Die Wege waren wunderschön. Schon bald konnten wir einen kurzen Trab/Tölt einlegen. Sindri erfreute uns hier und da mit einigen sehr schönen Demonstrationen der Hohen Schule. Auch ein Isländer ist doch schon ziemlich groß, wenn er nur auf zwei Beinen steht. Ob Nico erfreut darüber war ist nicht ganz klar. Nach einer Stunde gab's eine kurze Pause, mit Süssigkeiten und Vogelbeerschnaps. Rainer warnte uns gleich, dass Vogelbeeren ja giftig sind, so dass wir nicht zu viel tranke, schließlich wollten wir ja das Ende des Ritts erleben. Wir genossen die schöne Landschaft und die Aussichtspunkte, die sich Rotraud ausgedacht hatte. Und dieses Mal haben wir auch alles gesehen, weil sich das Wetter immer mehr besserte. Die Wege zum Gasthof waren schön und eben. Nach einem kurzen Galopp am Waldrand und bergauf näherten wir uns unserem Mittagessen und zwar !pünktlich!. Rotraud und Bernhard hatten am Tag vorher schon tolle Paddocks gebaut, so dass alle Pferde untergebracht werden konnten. Sogar an Heu hatten sie gedacht, da teilweise nicht viel Gras zur Verfügung stand. Nachdem die Sättel regensicher auf dem Anhänger verstaut waren und alle Pferde im Paddock standen erstürmten wir das Gasthaus. Wir besetzten eine kleinen Nebenraum und genossen das gute und reichhaltige Essen. Riesengroße Schnitzel und auch die Vegetarier kamen auf ihre Kosten. Zufrieden und satt sattelten wir unsere Pferde obwohl manch einer ein Mittagsschläfchen vorgezogen hätte. Trotzdem waren alle froh, wieder an der frischen Luft zu sein. In flottem Tempo ging es auf den Heimweg und da waren sie.... die Wege, für die Rotraud berühmt-berüchtigt ist. Wege, die mit Tannenreisig bedeckt waren und auf denen unsere Pferde ihre Trittsicherheit unter Beweis stellten konnten. Oder ganz schöne Wege, mit Moosbelag, wunderschön zum Reiten. Aber auch die mit Hindernissen, die uns manchmal in den Wald ausweichen lassen mussten. Das letzte Stück des Weges war sehr flott und zum Schluß ist Nico mit Sindri noch in den Graben gefallen. Gott sei Dank ist aber nichts passiert, so dass alle wohlbehalten wieder in Dorndiel angekommen sind. Nachdem die Pferde versorgt waren haben sich es die Reiter gemütlich gemacht und bei Kaffee und Kuchen noch geredet. Nach und nach machten sich alle auf den Heimweg und die gute Tomatensuppe konnte nicht mehr jeden davon abhalten, die Pferde zu verladen. Klar, wenn man noch einen langen Heimweg hat. Und die leckere Apfelspeise mussten wir dann gar ganz alleine essen, was uns aber nicht wirklich unangenehm war. So ging ein schöne Tag zu Ende. Vielen Dank für Eure tolle Organisation, Rotraud, Anna und Bernhard. Wir freuen uns auf den nächsten Herbstritt in Dorndiel.

Mitgeritten sind:
Anna auf Sophia, Bernhard auf Mária, Rotraud auf Lifsgladur, Anja auf Sinta, Liza auf Blikki, Sabine auf Vinda, Nico auf Sindri, Rainer auf Gillingur, Eva auf Höfdi, Martina auf Naggur, Alina auf Hrefna, Günter auf Br
áinn, sein Freund Jürgen auf Glaumur, Jutta auf Lipurtá, Lisa auf Pegasus und Andrea auf Saeta.

Andrea Mecky





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