Himmelfahrt 2003: Reiten in der Pfalz

DONNERSTAG, 29.5.03

Kleine bis mittlere Probleme schon im Vorfeld unseres Rittes: wenig Teilnehmer; die Stute Vala fährt nicht gern allein im Hänger; ihr Pferdekumpel Todd (eigentlich: Aristote) ist barfuß und soll zu Hause bleiben; Rainer kommt mittwochabends erst spät aus Graz. Als alle Probleme gelöst scheinen, ruft Andrea Englert dann an und verkündet, dass die uns zugedachte Rittführerin einen Reitunfall hatte und kein Ersatz vorhanden ist. Was nun - alles abblasen? Nein, natürlich nicht! Dann reiten wir eben alleine...

Die Anreise erfolgte zwecks Stressabbau erst Donnerstagmorgen, diesmal bei allen Beteiligten ohne Komplikationen. Die Ecole Becker in Oberotterbach befindet sich auf einem alten, leicht heruntergekommenen Hof, da wartet noch einiges an Arbeit... Chef und Chefin waren außerhäusig, die für uns delegierten Mädels taten ihr Möglichstes. Die Pferdeunterbringung gestaltete sich etwas schwierig (schließlich hatten wir 3 Ekzemer und 4 Stauballergiker dabei - und das bei nur 6 Pferden!), es gelang letztendlich zur einigermaßenen Zufriedenheit aller Teilnehmer. Dann erfolgte die Reiterunterbringung: durch das Deutsche Weintor in Schweigen hindurch nach Windhof (maximal 3 Häuser, direkt an der Grenze, 1 km nach Wissembourg). Die Ferienwohnungen im Alten Zollhaus sind sehr groß, das einzige was wirklich fehlte, war Spüli. Zum Mittagessen gab`s mitgebrachte Würstchen und Kartoffelsalat.

Da wir auf dem Reiterhof weder die versprochene Karte vorfanden, noch jemand vorhanden war, der uns mit guten Tipps hätte versorgen können, mussten wir erst mal eine geeignete topographische Karte kaufen. Danach konnten wir zu unserem ersten Erkundungsritt starten. Wir ritten einfach hinter dem Hof ein bisschen ins Feld, bestaunten die ersten Weinfelder und vor allem die vielen Reitverbotsschilder, das konnte ja heiter werden... Um allzuviel Betonpisten zu vermeiden war Kartenstudium angesagt. Rainer beugte sich ein wenig zu weit über Martinas Karte und machte sogleich mitsamt dem nicht nachgegurteten Sattel den Abgang vom Pferd. So lag der erste Vorsitzende der zweiten Vorsitzenden zu Füßen und alle anderen freuten sich, war damit doch die erste "Runde" für heute Abend gesichert. Nach ca 2 Stunden waren wir wieder zu Hause, es war drückend heiß und zum Eingewöhnen hatte es gerade gereicht. Anzumerken ist an dieser Stelle, dass die Reitverbotsschilder an den folgenden Tagen kein Thema mehr waren, wir waren heute irgendwie zufällig in die falsche Ecke geraten.

Den Abend verbrachten wir im Gasthaus Windhof auf der Terrasse, leider war vor uns eine Reisegruppe mit 24 Personen eingefallen und hatte alle angepriesenen Flammkuchen aufgegessen, so ein Pech! Aber die Schweigener Sonnenhalde, Riesling, schmeckte ausgezeichnet und die Runde Zwetschenschnaps war sogar umsonst. Vor dem Schlafengehen gab`s dann noch einen Averna und am nächsten Morgen hatten wir alle einen dicken Kopf...

Eva


Freitag 30.5.03

Rainer steht früh auf um uns zum Frühstück aus dem nahegelegenen Wissembourg mit orginal französischen Croissants und Baguette zu versorgen - lecker!
So gestärkt planen wir zunächst mit Hilfe der frisch erstandenen Wanderkarte die heutige Bergetappe von 25 km und fahren dann zu unseren Pferden.
Auf dem Heidebrunnenhof angekommen schauen uns die Weidepferde Vala, Todd, Hrefna und Naggur unternehmungslustig entgegen. Naggur hat etwas zuviel Unternehmungslust - er nutzt einen Moment des unaufmerksamen Führens, saust zunächst querfeldein und dann über eine zum Glück wenig befahrene Straße um die dahinter grasende Herde persönlich zu begrüßen. Beim anschließenden Versuch dem Hofhengst zu imponieren setzt er sich in einer Obstplantage selbst fest und kann von Ulrike und Hartmut eingesammelt werden.
Die beiden Boxenpferde Höfdi und Svertingur hingegen waren mehr an Bewegung der Kaumuskulatur interessiert, da die morgendliche Fütterung noch nicht stattgefunden hatte.
Trotz dieser Widrigkeiten gelingt uns der Abritt so früh wie selten um 9:30. Wir reiten bei wunderschönem Wetter aber bereits hohen Temperaturen durch die Weinberge, lassen Oberotterbach links liegen, überqueren die vielbefahrene B38 und können anschließend den kühlen Schatten des Pfälzerwaldes genießen. Durch das Winzental geht es auf pferdefreundlichen Wegen bei leichter Steigung flott voran und Ulrike wundert sich (nicht zum letzten Male) über Geschwindigkeit und Durchhaltevermögen Ihres bisher unterschätzten Pferdes, das im Laufe des Rittes den Spruch "Flodd wie Todd" prägen wird.
Ab Talschluß wird geführt, denn der Weg windet sich über verschlungene Märchenpfade steil hinauf. Durch die Wanderkarte wird die Hoffnung genährt ‚oben' eine bewirtschaftete Hütte vorzufinden, die sich aber leider nicht erfüllt. Statt dessen gibt es unterhalb des Stäffelsberges einen schönen Rastplatz mit Bänken, Tischen und anbindegeeigneten Bäumen. Hier verzehren wir den vorsorglich eingepackten Notproviant und brechen gestärkt auf zum letzten(?) Anstieg für heute zur Ruine Guttenberg. Die Ruine und der umgebende Mundatwald gehörten nach Ende des 2. Weltkrieges bis 1986(!) zu Frankreich - reiten bildet!
Weiter geht es jetzt leicht bergab immer dem blauen Kreuz folgend mit schönen Töltstrecken Richtung St. Germanshof. Hier verspricht die Karte erneut eine Chance auf eine Weinschorletankstelle und diesmal soll Martins Flehen erhört werden. Durch Zufall sind wir bei einer offiziellen Wanderreitstation der Initiative "Pfalz zu Pferd" gelandet mit schattigem Rastplatz für Pferd und Mensch. Nach einer Stärkung mit Weinschorle, Salat, Himbeertorte (mmh), Kaffee und Wasser reiten wir nach Frankreich. Hier werden wir von freundlichen Forstbeamten informiert, dass unsere geplante Heimroute nördlich von Wissembourg in einem neuen Bannwald liegt und wegen umgestürzter Bäume unpassierbar ist. Dies bedeutet für uns einen erheblichen Umweg und unsere Pferde müssen erneut die Plälzer Berge hinaufschnaufen.
Oberhalb des Weinortes Schweigen sitzen die Reiter ab und führen die Pferde einen steilen Anstieg hinauf. Oben angekommen beantragt Rainer eine Pause, natürlich zur Schonung des Pferdes (Svertingur!), und erhält dafür fünf Horsemanshippunkte. Die Pferde freuen sich über die kurze Fresspause und die Reiter über den schönen Blick auf Schweigen und das deutsche Weintor.
Das letzte Wegstück führt zwischen Wald und Weinbergen entlang und verwöhnt uns immer wieder mit schönen Ausblicken.
Rechtzeitig vor Ausbruch des nahenden Gewitters erreichen wir nach gut 30km Reitstrecke den Heidebrunnenhof.
Hier herrscht wegen Hoffestvorbereitungen ein reges Gewimmel und auch die Abspritzbox dient als provisorischer Pferdeparkplatz. So können wir unsere fleißigen Pferde nur kurz mit herbeigeschlepptem Wasser abschwammen - den Rest muß die himmlische Dusche erledigen.
Wir selbst werden auch erst nach einer Dusche wieder einsatzfähig und steuern zur Futteraufnahme im idyllischen Weinort Dörrenbach die "Altdeutsche Weinstube" an. Im liebevoll eingerichteten teilüberdachten Innenhof genießen wir leckeren Flammekuchen (das nächste Mal verstehen wir auch die augeklügelte Serviertechnik). Nach einem nächtlichen Spaziergang in Dörrenbach (incl. Friedhofsbesuch) und einem(!?) letzten Averna wartet das Bett.
(Martina u. Hartmut)

Anmerkung der Redaktion: Seit heute morgen gibt es eine neue Regel beim Ipf-DA-DI: Wer beim Abritt als letzter aufsteigt, muß eine Runde geben (keine Angst, es ist immer der Hartmut!).
Zur besseren Vorbereitung auf die nächsten Wanderritte sei noch ein Stammtisch zum Thema "Wie schmeisse ich korrekt eine Runde?" empfohlen, das klappte diesmal noch nicht wirklich…


Martina und Hartmut

Samstag, 31.05.2003

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Croissants und Flutes aus Wissembourg, die heute von Rainer organisiert wurden, ging es nicht ganz so früh wie gestern zur Sache. Gegen 10.30 Uhr saßen wir aber alle wieder auf den Ponies (Hartmut eroberte sich mit alter Routine das Recht abends eine Runde ausgeben zu dürfen). Da es schon wieder knackig warm war, steuerten wir sofort durch die Weinberge dem kühlen Walde zu. Martina hatte die Route für den heutigen Tag im Groben ausbaldowert. Zunächst ging es steil bergan. Bei 330 m über NN erreichten wir eine Quelle und wollten die Ponies trinken lassen. Das Wasser schien allerdings irgendwie suspekt zu sein, denn obwohl alle eigentlich schon recht ausgedörrt sein mussten, verschmähten sie nach kurzem Schnuppern das kühle Nass.

Uns Menschen erging es allerdings nicht viel besser. Gegen 12.00 Uhr erreichten wir eine Schutzhütte, bei der wir die berüchtigte Bande der 24-Flammkuchenesser trafen. - Ihr erinnert euch: die von gestern Abend - Diesmal quälten sie uns mit dem scheinbar großzügigen Angebot, uns an ihrem Rotwein zu laben. Die dargebotene Flasche erwies sich aber als fast leer. Nur Eva gelang es, quasi den Bodensatz herauszusaugen. In einem trotzdem geführten small talk erwiesen sich die 24 in der Tat als ausgesprochene Geizhälse, hatten sie doch den Rotwein von zu Hause mitgebracht, weil der Pfälzer ihnen angeblich zu schlecht wäre. Wir verließen alsbald den grausigen Ort und erreichten gegen 13.00 Uhr die guten alten Drei Eichen. Wieder erfreuten wir uns an einer Perle deutscher Dichtkunst, die in großen Lettern über dem Eingang der dortigen Schutzhütte zu lesen ist:

Wo Eichen sich wiegen auf luftigen Höhn,
wo Ruinen, Burgen und Schlösser stehn,
die uns grüßen aus vergangenen Tagen,
erzählen von Mythen, Legenden und Sagen,
wo Gnome und Zwerge den Wandrer besehn,
oh liebliche Heimat, wie bist du so schön.

Um nicht an akuter Auszehrung dahinzuscheiden verspeisten wir hier die mitgenommene Notration. Wir hatten ja eigentlich damit gerechnet, bis zum Mittag ein Gasthaus zu erreichen. Uli konnte sich nach dem Essen trotz deutlich sichtbarer Verbotstafel das Rauchen nicht verkneifen, was eigentlich eine weitere Zahlung von 10.000 DM an den IPF-Da-Di nach sich ziehen müsste. Interessanterweise kamen während der Rast zwei Wanderer vorbei, die wir an diesem Tag schon zum dritten Mal zu Gesicht bekamen, was uns zu kritischem Nachdenken über unser Reisetempo anregte. Wir machten uns dann auch gleich wieder auf den Weg in Richtung Dörrenbach, dessen Weinstube "Zum Staffelsberg" auf vielerlei Schildern im Wald angepriesen wurde. Insbesondere Martin schien der Gedanke an diese Weinstube alle Vorsichtsmaßregeln vergessen zu lassen. Er spornte seine Vala zu einem so starken Galopp an, dass das arme Tier völlig außer Puste geriet und wegen akuten Schwächelns eine gute Strecke weit geführt werden musste.

So gegen 15.30 Uhr fanden wir von Martina sachkundig geführt die viel beworbene Weinstube. Nur um eine grausame Wahrheit zu erfahren: Das Lokal sollte erst um 17.00 Uhr öffnen. Da abzusehen war, dass wir bis dahin sang- und klanglos verdurstet wären, entschlossen wir uns, auf kürzestem Weg zum Heidebrunnenhof zurückzukehren.

Martina bewies auf diesem letzten Stück gute Ehegattensolidarität, indem sie sich durch das Wegwerfen ihrer Gerte ebenfalls das Recht auf eine Runde eroberte.

Gegen 16.15 Uhr erreichten wir den rettenden Hof. Die Ponies waren nach den über 20 km des heutigen Tages doch etwas geschafft und wurden deshalb zum Abspritzen gebracht. Es war ziemlich voll vor der Duschkabine, da schon viele Gäste für das am Sonntag geplante Hoffest mit ihren Pferden eingetroffen waren. Todd erkannte unter den Ankömmlingen offenbar ein paar alte Bekannte, die er freudig begrüßte. Wir möchten hier nochmals bescheiden darauf hinweisen, dass er auch französisch spricht.

Nachdem die Ponies versorgt und auf ihre Koppeln bzw. Boxen verteilt waren, ging es erst mal zurück ins alte Zollhaus zum Frischmachen. Um 18.00 Uhr saßen wir schon im Garten unter dem großen Nussbaum und zischten ein kühles Jever Light. Zufälligerweise kam der Besitzer des Hauses, Herr Rothe, vorbei. Er war sehr gesprächig und erzählte uns von den Schätzen seines ansehnlichen Fuhrparks. Das schönste Stück, das er uns auch sofort zeigte, war eine top-restaurierte Kutsche von 1889, die Rainer am liebsten sofort gekauft hätte. Wir konnten ihn dann aber doch davon abbringen.

Eva hatte unterdessen Hermann angerufen - einen guten alten Bekannten, der jetzt in der Pfalz wohnt - der bald darauf eintraf. Alle zusammen liefen wir zu Fuß über die Grenze nach Wissembourg, wo wir in der Taverne "La petite Venise" einkehrten. Bis auf Hartmut bestellten wir alle mal wieder - Flammkuchen natürlich, der in mannigfaltigen Variationen angeboten wurde. Leider entsprach weder die Geschwindigkeit der Bedienung, noch die Qualität der Speisen so ganz unseren Erwartungen. Dafür war aber die Zeche recht ordentlich. Guter französischer Touristenstandart halt. Da auch der Wein diesem Standart entsprach, wanderten wir direkt nach dem Essen zurück nach Windhof und kehrten in das Gasthaus gegenüber unserer Wohnung ein.

Obwohl wir die letzten Gäste und es inzwischen schon finster war, bekamen wir auf der Terrasse noch einige Gläschen vom vorzüglichen Pfälzer Riesling serviert (die Flammkuchenesser hatten anscheinend nicht alles austrinken können). Am Horizont konnten wir dabei die Lichtblitze eines Feuerwerks bewundern, das über dem Weintor abgebrannt wurde. Hartmut zwang uns abschließend den schon morgens angedrohten Schnaps zu nehmen, es wurde ein durchaus trinkbarer Kirschbrand kredenzt. So gegen Mitternacht verabschiedeten wir uns von Hermann, der ein wirklich netter Unterhalter und profunder Kenner des Weinbaues ist. Von dem wunderschönen Tag rechtschaffen müde fielen wir über die Straße und in unsere Betten.

Uli & Martin.


SONNTAG 1.6.03

Unser Vermieter verabschiedete sich beim Frühstück mit einer Flasche Pfälzer Wein (er hat im Elsass noch eine Ferienwohnung für 4 Leute mit Pferden...) und wir packten unser Gepäck ins Auto und fuhren zu den Pferden, schließlich wollten wir auch den heutigen Tag noch mal zu einem Ritt nutzen. Als wir gegen 10.15 Uhr starteten, hatte sich die Bewölkung aufgelöst und es wurde heiß. Wir ritten wieder durch die Weinberge, diesmal in Richtung Schweigen. Die Wiesenwege zwischen den Weinbergen und die abgemähten Streifen entlang der Reben sind sehr schön zum reiten, dazu der Blick über die Weinhänge zum Pfälzer Wald - das hat was! Über die Bundesstraße strebten wir dem kühleren Waldrand zu, im Wald gab´s eine kleine Verschnauf- und Hanutapause (hier wurde beanstandet, dass keiner einen Flachmann dabei hatte, so ein Ärger!). Martin konnte im weiteren wegen ausdauernden Führens seiner Stute 2 Horsemanship-Punkte zuerkannt werden. Auf dem Weg zur ...mühle erschreckten uns urige Waldgeister am Wegrand: mannshohe Drachen, Trolle, Gnome... aus Baumresten und Wurzeln gekonnt geschnitzt und dezent angemalt. Die Mühle bot zwar keine Restauration, aber zum Glück fanden wir gleich nebenan das Schützenhaus (Gottseidank, sonst hätte unsere "Jugend" wahrscheinlich endgültig gestreikt). Die Pferde wurden im Schatten an Bäume gebunden, wir saßen in Sichtweite auf einer überdachten Terrasse. Alles sehr praktisch, nur Vala zickte und hampelte die ganze Zeit unruhig hin und her. Martin nahm`s gelassen, "das ist normal, die hat halt ab und zu mal so´ne Klatsche". Stunden später, die Reiterlein waren mittlerweile voll der Pfälzer Weinschorle und kamen nach kurzem Schlaf (am Tisch!) zum weiterreiten zu ihren Pferden, stellte sich doch heraus, dass Vala und Todd sozusagen auf einem Ameisenhaufen standen - und die Ameisenstraße mittlerweile über die Pferde hinweg ging (Bein hoch, Widerrist, Bein runter)... daher auch die Klatsche! Mit Bedauern mussten die gewonnenen Horsemanship-Punkte wieder aberkannt werden. Aber dem Todd tat das Kribbeln in den Hüfchen besonders gut, er lief im folgenden flink wie ein Wiesel: "so flodd wie Todd" war unser neues Motto. Seitdem sucht Uli einen netten Offenstallplatz mit Ameisenmatratze... Von nun an ging`s nach Hause, noch mal über die nicht ungefährliche B38 und zurück zum Heidebrunnenhof. Im freien Gelände war es inzwischen unheimlich heiß und schwül.
Auf dem Hof war heute großes Fest und ziemlich viel los. Eigentlich wollten wir noch ein bisschen zuschauen aber die Unterbringung unserer eigenen Pferde war bei dieser Hitze unbefriedigend, die Boxen waren schon wieder belegt und auf der Wiese gab es nur sengende Sonne. So packten wir die Ponies in die Anhänger, nahmen Abschied von unseren Mitreitern und gondelten nach Hause, wo ein kühler Stall mit Auslauf und eine Weide mit frischem Gras und schattigen Bäumen auf sie wartete.

Fazit: Landschaft Pfälzer Wald und Weinberge waren sehr schön und eine Reise wert, die Wege waren ideal zum reiten. Die Reitergruppe war zwar klein, harmonierte aber sehr gut, sowohl im Sattel als auch am Weinglas. Alle Pferde haben sich tapfer geschlagen, keine Ausfälle. Todd hat die Tour entgegen aller Erwartungen barfuß gut geschafft und seinen Ruf als Faulpelz ganz energisch Lügen gestraft. Der Ausfall des ortskundigen Wanderreitführers war schade, aber wir haben das Optimale aus der Situation gemacht. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Martina, die den Streß des Kartelesens auf sich nahm, schöne Wege fand und uns immer sicher nach Hause brachte. Die Ferienwohnungen waren sehr groß und gut geeignet für uns, leider etwas weit von der Pferdeunterkunft weg. Der Heidebrunnenhof, na ja. Leider hat sich keiner wirklich für uns interessiert. Das war bei anderen Ritten netter, wenn man die Gastgeber auch kennenlernte, mit ihnen ritt und gemeinsam zusammensaß. Ohne den Ausfall der Wanderreitführerin wäre das vielleicht auch besser gewesen. Alles in allem war`s auch diesmal eine gelungene Veranstaltung, die viele nette Erinnerungen hinterlässt.

Und hier nochmal das starke Team: Martina mit Naggur, Hartmut mit Hrefna, Ulrike mit Todd, Martin mit Vala, Rainer mit Svertingur und Eva mit Höfdingi

Eva