Herbstritt in Dorndiel 2005

Freitag, Sonnenschein, Samstag, Dauerregen ohne den geringsten Lichtblick, das ungemütlichste Wochenende seit langem, Sonntag.... ihr ahnt es vielleicht schon... Herbstritt in Dorndiel.

Leider gab es im letzten Moment noch einige krankheits- und wetterbedingte Ausfälle (sind da etwa Erinnerungen an den Himmelfahrtsritt noch nicht richtig verarbeitet?), so dass einzig Rainer und Eva am frühen Sonntagmorgen den Weg mit ihren Pferden nach Dorndiel fanden. Und Ronja, aber ihr Seifur wurde von Rotrauds Pferdetaxi schon am Samstag abgeholt. So waren wir nur eine recht kleine Gruppe, was aber ganz gut war, denn für Rainers Mágnus war es der erste Ritt dieser Art und da kann man es ja ruhig etwas geordneter angehen lassen. So machten wir dann auch in aller Ruhe die Pferde fertig um den Ritt über die „Grenze“ nach Bayern zu wagen. In ruhigem Tempo (d. h. ja keinesfalls, dass wir geschlichen wären, ihr lieben Leser und Leserinnen) ging es durch Dorndiel immer Richtung Mömlingen. Einzig die vielen Pinkelpausen verzögerten unser rasches Vorwärtskommen (nein, nicht die Reiter, diesmal waren es die Pferde, aber die hatten es ja ein bisschen einfacher, die Suche nach einem geeigneten Busch konnte unterbleiben). Wir genossen die schönen Wege. Oberhalb (einerseits) von Mömlingen stiegen wir ab und führten die Pferde die ziemlich steile Strasse in den Ort hinunter. Es stellte sich heraus, dass Vinda dem Fußballspiel der heimischen Mannschaft nichts abgewinnen konnte, sie fand es wohl ziemlich schrecklich und sucht Schutz bei Eva, die aber ein ganz außerordentliches Reaktionsvermögen bewies und sich mit einem Sprung in Sicherheit bringen konnte. So musste nur die Regenhose dran glauben. Nach diesem Schrecken schwärmten wir völlig unkoordiniert durch Mömlingens Strassen, einer links, einer rechts, wahrscheinlich irritiert von dem Milchlaster, dem Bus und diversen Autos. Irgendwie konnten wir das ja auch schon mal geordneter. Wir geloben an dieser Stelle Besserung. Nach einem ziemlich ziemlich, ziemlich, usw. steilen Anstieg erreichen wir wieder den Ortsrand von Mömlingen (andererseits) und hier mussten wir erst mal verschnaufen, beim Kapellchen am Friedhof. Statt Hanuta gab es gesunde Fruchtriegel und saure Äpfel und keinen!!! Alkohol, wir können nämlich auch ohne. So gestärkt ritten wir die letzten zu bewältigen Höhenmeter. Auf einem wirklich romantischen Pfad (wären wir zu Fuß gewesen, hätten wir das wohl anders gesehen, bei der Nässe) ging es weiter, bis wir an einen Platz, umgeben von steilen Felsen und Bäumen kamen. Dieser Platz hatte einen eigenen Zauber, schwer zu beschreiben, aber Einhörner, Feen o. ä. hätten uns hier kaum gewundert. Aber im realen Leben war es nur noch ein kleines Stück Weg und wir erreichten den anvisierten Gasthof oberhalb von Obernburg. Rotraud und Bernhard hatten am Vortag schon Paddocks eingerichtet, so dass unsere Vierbeiner bestens untergebracht waren. Leider konnten wir wegen des Wetters nicht auf der Terrasse sitzen, aber der Wirt hatte mit gedacht und uns einen Tisch im Nebenraum reserviert, von wo aus wir die Pferde im Blick hatten. Ein großes Lob, so viel Verständnis findet man nicht immer, das war wirklich toll. Etwas verwirrt waren wir, da für neun Reiter zehn Essen bestellt waren????? War Annas Hunger so riesig? Aber alles klärte sich auf, als Annas Freund Johannes mit seinem Motorrad kam und uns, also vielmehr Anna, Gesellschaft leistete. Und auch das Essen war durchaus lobenswert, ganz besonders ist der Früchtetraum zu erwähnen. Hier bemerkten die Süßschnuten sofort, dass man fast zwei Portionen zum Preis von einer verspeisen könnte. Theoretisch natürlich. Und der Wirt spendierte uns noch eine Runde Mirabellenbrand, weil Kerb war. (Wir können ohne, aber so ein Angebot können wir ja nicht abschlagen, wo bleibt da die Höflichkeit?) Hierher kommen wir sicher gerne noch mal wieder.

Der Heimweg führte uns nochmals um Mömlingen, wieder mit einem ordentlichen Anstieg, nur damit wir sogleich wieder abwärts dem Tale zustreben mussten. Hier führten wir die Pferde, denn es war ziemlich steil. Der Verdauung soll das ja bekanntlich gut tun, das Führen natürlich. Es war diesmal ein wirklicher Fitness-Ritt. Unglaublich, dass die Alpen gleich hinter der Landesgrenze zu Hessen anfangen. Da uns das Ziel viel zu schnell näher kam, hängten wir noch einen kleinen Umweg an, um dann wohlbehalten und bei Sonnenschein!!!!! wieder in Dorndiel anzukommen. Dort ließen wir den Tag bei Kürbissuppe und Kuchen in Rotrauds Keller ausklingen. Vielen lieben Dank wieder für die Organisation an Rotraud, Bernhard und Anna und vielen Dank an alle Reiter, die sich wie immer nicht vom feuchten Wetter abhalten ließen um zum Gelingen eines schönen Tages beizutragen.

Mitgeritten sind:

Eva und Höfdi, Nicole und Sinta, Rainer und Mágnus, Rotraud und Mária, Anna und Lifsgladur,

Bernhard und Sophia, Ronja und Seifur, Eva und Vinda, Andrea und Saeta