Zeltritt

   

Wir trafen uns alle um kurz vor zwei Uhr bei Rotraud und Bernhard in Dorndiel, um die Pferde zu putzen, zu satteln und alles für den Zeltritt zu verstauen.  Die Zelte und das Übernachtungsgepäck waren schon zuvor zum Birkenhof in Sickenhofen transportiert worden.
Nach einer kurzen Diskussion wegen des laut Wetterbericht angekündigten Gewitters, ritten wir, Rotraud auf Maria, Bernhard auf Fnor, Heike auf Seifur, Anna H. auf Tindra, Mayla auf Sofia, Anna K. auf Arvakur und Rebekka auf Hrima, schließlich kurz nach zwei Uhr los. Wir sollten das Gewitter etwa auf halber Strecke treffen und die Regenjacken und Regenhosen waren, gut sichtbar, entweder am Pferd oder den Personen festgebunden.
Los ging es Richtung Norden in den Dorndieler Wald und dann zwischen Häuserhof und Grünhecke Richtung Naturschutzgebiet Buchertsgräben von Schlierbach. 
Doch bis auf einen kurzen Regenschauer, den man unter den Bäumen im Wald kaum spürte, erreichten wir trocken unsere Zwischenstation, die Straußenfarm Tannenhof am Rande von Schaafheim.  Dort machten wir eine kurze Pause und verpflegten uns mit Getränken aus dem Hoflädchen, in dem es unter anderem auch sehr leckeren Straußen-Eierlikör gibt.
Die Pferde beäugten die Strauße zunächst etwas skeptisch, doch da diese hinter zwei Zäunen auf ihrer eigenen Wiese eingesperrt waren und somit relativ weit entfernt, kümmerte es die Pferde nicht weiter. Außerdem lockte sie die Pause mit leckerem, frischen Gras. 
Gestärkt ging es weiter, an Schlierbach vorbei in den Wald, dem Hessenweg 2 folgend Richtung Babenhausen. Kurz vor Babenhausen bogen wir links nach dem großen Baggersee ab und überquerten nach einigem Warten die B26. Über zwei, für Hrima und Arvakur sehr schreckliche aber mit vorsichtigem Schauen und Laufen bezwingbare, Bahnübergänge, ging es dann im Feld zum Birkenhof in Sickenhofen, unserem Ziel. 
Dort nahmen uns Martina und Petra, die schon auf uns gewartet hatten, sehr freundlich in Empfang. Die Pferde, etwas müde nach dem langen Laufen, wurden abgesattelt, geputzt und in den vorbereiteten Paddock gebracht. Da nun alle hungrig waren, wurde zeitig Pizza bestellt. 
Währenddessen kamen auch Sabina mit ihrem Mann Björn und Emilia und Luca, welche auf Stjarni und Safir geritten waren, an. Diese Gruppe war eine kürzere Strecke von Langstadt aus gelaufen. 
Nach leckerem Abendessen und gemütlichen Zusammensein wurde sich nun in die verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten (Zelte, Auto und sogar Wohnmobil) zurückgezogen, um fit für den nächsten Tag zu sein. 
Dieser begann schon nachts mit Regen, welcher sich bis zum Frühstück hinzog und dann pünktlich zum Abritt aufhörte. Das Frühstück bestand aus leckeren Brötchen (und einem Schokocroissant), welche Heike morgens mitbrachte und selbstorganisierten Marmeladen, Käse, etc. 
Nach dem Frühstück wurde alles wieder zusammengepackt und die Pferde für den Heimritt fertig gemacht. Petra und Martina auf Raudi und Tulipan begleiteten uns ein Stück. 
Auch auf dem Rückweg blieben wir trocken, und die zuvor so schrecklichen Bahnübergänge wurden ohne mit der Wimper zu zucken überquert. Dafür ritten wir nun überraschend in ein Radrennen hinein, das wir zum Glück bei der nächsten Kreuzung hinter uns lassen konnten. 
Mit dabei hielt sich tapfer Tilda, Rotrauds Hündin, die zu Hause in Dorndiel angekommen, ziemlich müde war und sich gleich in den Schatten legte. 
Und so ging ein wunderschöner Zeltritt zum Glück ohne Gewitter zu Ende.