Eifel zu Pferd - Krater und Maare

Wanderritt vom 11.- 14.6.09

Teilnehmer:
Eva mit Rubin
Rainer mit Magnus
Uli mit Huni
Martin mit Pia
Barbara mit Snörp
Verena mit Angelo/Vydir ( Styarni hat kurzfristig Urlaub bekommen)
Charlie mit Hrafn

Auf der Hinfahrt ist sehr wechselhaftes Wetter. Am frühen Nachmittag treffen wir auf der Windrosenranch/ Binsenmühle (www.windrosen-ranch.de) bei Manderscheid ein, Rainer und Eva sind bereits angekommen, Uli und Martin kommen kurze Zeit später an. Nachdem wir unsere Pferde auf den Weiden verteilt haben, wird das erste Eifellandbier getestet. Wir besprechen mit Dani (Chefin der Windrosenranch) welches Pferd für Verena geeignet ist. (Snörp war mal wieder so aufgedreht, dass sie doch von Babs geritten werden musste!)

Am Anreisetag machen wir unseren ersten kleinen Ausritt (zum „ Warmwerden“)
Nach gelungenem Ritt (Verena kommt prima mit Tinker Angelo zurecht) stellen wir die Pferde auf die Weiden, die echt paradiesisch sind, nur leider total vermatscht.

 

2. Tag: Kloster-Tour

Unser Ritt geht entlang der Salm, wunderschöne Strecke durch teils mystischen Wald. Auf dem Weg zum Kloster Himmerod besuchen wir die Köhlerhütten in Eisenschmitt, dort wird sofort ein langes Seil über die Wiese gespannt, an dem wir unsere Pferde anbinden, wo sie fast sofort eindösen.. Wir unterhalten uns mit Werner Rob über das Köhlerbrauchtum und er erklärt uns die Geschichte des Abbaus von Eisenerz. Er ist ein „Urgestein“ und hat einige Holzhütten im Tiroler Stil als Feriendorf in der Vulkaneifel.

Nachdem wir uns gestärkt haben, müssen wir den „Bullenschluck“ probieren, na ja …..!
Auch Sprachübungen werden gemacht: „Eich seien Maanischder (Ich bin Manderscheider)“ “Eich sein von hei ( Ich bin von hier )“, sehr lustig war’s.
Nach dem Mittagessen reiten wir weiter, unten im Ort löschen die Pferde ihren Durst im Dorfbrunnen, vorher müssen sie allerdings einige Stufen bewältigen. Im Kloster Himmerod angekommen, parken wir die Ponys neben dem ältesten Gebäude der Klosteranlage. Charlie unterhält sich mit dem „Chef-Bruder“(so was wie der Hausmeister, er hat Tag und Nacht einen Satz Schraubenzieher dabei, wie er sagt), die Anderen schauen sich die Anlage an, zum Schluss wird der gute Klosterlikör getestet.
Auf dem Heimweg kommen wir an einen sehr abenteuerlichen Pfad, der so schmal ist (links steil rauf, rechts steil runter!!), dass wir unsere Pferde an die Hand nehmen müssen.

An manchen Stellen passt der Tinker um Haaresbreite durch, die Packtaschen von Snörp bleiben fast hängen!
Wir kommen alle heil zuhause an, versorgen unsere mutigen Kameraden und fahren anschließend zu Charlies Schulfreund Werner, zum leckeren Forellen-Schmaus
in der Heidsmühle, hhmm.

3. Tag: Krater-Tour

Verena bekommt heute den Isländer „Vydir“, der sich vermutlich freut wie ein Honigkuchenpferd, dass er endlich mal mit einer Isi – Gruppe laufen darf! Er hat den Tag auch super gemeistert, trotz Alter und Ekzem.

Bereits bei der ersten Teilstrecke müssen wir einige schwierige, steile und sumpfige Bodenverhältnisse meistern, die wir teils auf, teils neben unsern Vierbeinern erklimmen.
Die Wanderkarte geht verloren und muss zu Fuß aufgespürt werden, Uli hat sie zum Glück gefunden. Es ist schon richtig geil, schlimm sind nur die vielen Bremsen & Co!

Auf dem Weg zur Wolfsschlucht (die wir aber doch knapp verpassen; einigen fällt ein Stein vom Herzen…denn die ist heftig!!) reiten wir entlang des Horngrabens, vorbei an Steilhängen und wunderbarer Landschaft, die Kleine Kyll immer vor Augen.

Unterwegs eine schmale Holzbrücke mit ziemlich weit auseinander stehenden Bohlen, die für alle eine große Herausforderung darstellt: ein Teil geht drüber, der andere Teil muss sich durch den Bach „schlagen“.

Unterwegs gibt`s wunderbare Flora und Fauna z u sehen: Blindschleichen, richtig große Schmetterlinge, meterhohe Disteln, viel Fingerhut, letzte Ginsterblüten ( hier sagt man Eifelgold dazu ), ein großer Milan majestätisch auf dem Feld, Fischreiher über den Weiden!

Um die Mittagszeit kommen wir bei der Heids-mühle an, wo wir Rast machen, Martin prescht mit Pia im Tölt um den Fischteich, er will ihr doch noch mal die großen weißen Vögel ( Schwäne ) zeigen damit sie keine Angst mehr zu haben braucht…!

Kurz vor dem Mosenbergkrater hat sich Martin mal wieder ein paar „Engel-Punkte“ verdient, er schwingt sich vom Pferd um Verenas heruntergefallene Gerte zu holen. Dummerweise hat er seine Pia nicht festgehalten, die verabschiedet sich und stapft schon mal gemütlich Richtung Krater. Martin läuft hinterher und kann sie doch überzeugen, nicht alleine zu marschieren!

Danach legen wir einen schönen Krater – Tölt hin, rund um das Windsborn – Maar, den einzigen Kratersee in Deutschland. Von oben werden wir von einer Reporterin des „Trierer Volksfreundes“ fotografiert (zwei Tage später sind wir mit Bild und kleinem Artikel in der Zeitung!) Nach dem Sturm auf das Gipfelkreuz gibt’s noch einen Superblick auf den Kratersee.

Weiter Richtung Meerfelder Maar, sehr anstrengend durch Ab- und Aufstiege, schon Wahnsinn was wir unseren Ponys manchmal zumuten..!!

Abends auf der Binsenmühle gibt es ein großes Lagerfeuer, eine Boy-Group aus Saarbrücken ( 4 Jungs, 1 Mädchen ) bringt richtig schöne Balladen mit der „Klampfe“, wir trällern alle mit!

Verena, Babs, Charlie

4.Tag

Familie Becker steigt leider frühzeitig aus und macht sich nach dem Frühstück unter der „Eifelpalme“( eine kurz vor dem Exitus stehende Yuccapalme ) auf den Heimweg. Wir Anderen unternehmen noch einen kleinen Abschiedsritt, über schöne Wege tölten wir lange Strecken bis nach Weidenbach. Unterwegs sprechen uns Spaziergänger an, die dort wohnen und selber Fjordis haben. Sie wollen uns die schönste Reittour in der Gegend erklären – es ist die Tour die wir gestern geritten sind!

Im „Pappelhof“ bei Gino gibt es die obligatorische Rast : Pferde am Baum angebunden, wir auf einer Bank, am künstlichen Maar mit Springbrunnen. Heimweg wieder im Tölt, die Ponys laufen mittlerweile ganz cool und unaufgeregt - jetzt müsste man noch 1 Woche weiterreiten können...!
Auf der Binsenmühle angekommen dürfen die Isis noch mal auf die Weide, dann geht’s hoaam,
Es war sehr schön hier und Charlie hat wohl noch einige Highlights in petto für eine Fortsetzung …

Eva