Herbstritt zu den Bembelhexen

Am 11.10.2009 sollte bei Haußmanns in Dorndiel wieder der Herbstritt stattfinden. Alle die vorher Wetterbericht geschaut hatten, waren wohl am Vortag mit dem Suchen von möglichst warmer und wasserundurchlässiger Kleidung beschäftigt. Schließlich regnete es auch den kompletten Samstag Vormittag immer wieder in Strömen und begann auch gegen Abend zu regnen.

Trotzdem fanden sich am Sonntag Morgen insgesamt 18 Reiter und ihre Ponys in Dorndiel ein. Während die Pferde gerichtet wurden kam sogar die Sonne zum Vorschein. Kurz vor 10 Uhr verteilte Bernhard einen Abrittstrunk, sodass wir fast pünktlich auf unsere Ponys steigen konnten. Schließlich wartete die Presse!

Schon am vorherigen Freitag beim Stammtisch hatte eine junge Redakteurin viele Fragen über den Verein gestellt, da im Darmstädter Echo ein Bericht erscheinen würde. Nun sollte noch ein Foto gemacht werden. Der Fotograf hatte seine Mühe vor uns herzufahren und rechtzeitig auszusteigen um ein Foto zu schießen, obwohl wir uns wirklich bemühten geordnete Reihen zu bilden und ein schönes Bild abzugeben. Aber irgendwie gelang es ihm wohl doch. Wir sind gespannt, nicht nur was für ein ,,Bild“,  im Echo erscheint!

Inzwischen hatten wir den Ort bereits durchquert und konnten  im Weiteren munter durcheinander reiten. Zunächst umrundeten wir in einem Schlenker Dorndiel. Vorbei an Almkühen ging es im Schritt oder einem kurzen Tölt/Trab durch das bunte Laub und die angenehm warme Morgensonne Richtung Binselberg. Dort, oberhalb von Groß-Umstadt, bei den Windrädern gab es eine kleine Pause. Rotraud verteilte Balisto und Eva hatte Hanuta dabei, die Pferde begnügten sich mit den massenweise heruntergefallenen Eicheln. Inzwischen war es trüb und recht windig geworden, sodass es nach der Pause erst einmal zu Fuß weiter ging.
Nach einem langen Abstieg ging es über die Knöllenmühle (Reit- und Fahrverein des vorderen Odenwald e.V.). Außerdem kamen die ersten Anrufe des Anhangs (Andreas, Lukas und Johannes) der nicht zu Pferd unterwegs war, dass man den Hof nicht finden würde. Nach langen Erklärungen fanden die Suchenden sich zunächst gegenseitig und dann auch den Hof.

Wir Reitenden gelangten über einen Pfad durch den Wald auf einer Anhöhe, von der man schon in die Wächtersbach blicken konnte. Der Abstieg führte uns direkt zum Hof der Bembelhexen. Für die Pferde waren teils Paddocks oder Boxen, sowie Wasser und Heu bereitgestellt. Nachdem diese versorgt waren ließen wir es uns bei Kartoffel- oder Gulaschsuppe sowie Kochkäse und Zwiebelkuchen und heißem Apfelwein sowie Süßem und Rauscher gut gehen. Sogar Extrawünsche wie Juttas Verlangen  nach ,,warmem Wasser“ konnten erfüllt werden. Zusammen gekuschelt in unserem Zelt bemerkten wir die paar Regentropfen während der langen Mittagspause kaum.

Um ca. 15.00Uhr machten wir uns so langsam auf und entschlossen uns für den längeren Heimweg. Ein steiler Aufstieg führte uns zur Winzerhütte. Dort musste aufgrund der schönen Kulisse (weiter Blick mit dem Otzberg im Hintergrund) ein Gruppenfoto gemacht werden. Leider versagten Bernhards Batterien bevor auch er noch einmal aufs Bild kam.

Oberhalb von Heubach genossen wir die schöne Aussicht. Nach einer kleinen Pinkelpause ging es im flotten Tempo  weiter. Ein lautes Stimmengewirr bedeutete uns, dass wir uns oberhalb des Heubacherer Sportplatzes befanden. Ganz abrupt kam es zu einem erneuten Stopp. Gerlinde bemerkte, dass die Pinkelpause für ein Pferd doch recht lang sei. Das ließ darauf schließen, dass wohl ein Reiter die erste verpasst hatte.

Auf schönen Waldwegen gelangten wir zum Hexenhäuschen. Da einige Pferde schon etwas müde waren teilten wir uns für einen kurzen Abschnitt in zwei Gruppen. Die, die noch einmal schneller wollten, hatten die Möglichkeit einen kleinen Schlenker mit Rotraud zu reiten, der Rest hielt sich an Bernhard. Nach ca. 10 min gelangten alle, ungefähr gleichzeitig, am vereinbarten Treffpunkt an. Von dort an führte ein Großteil der Reiter ihre Pferd, da es schon recht frisch wurde. Vorbei am Rödelshäuschen ging es heimwärts. Erst Oberhalb von Dorndiel begann es etwas zu regnen. Zum Glück hatte der ein oder andere seinen Mantel dabei. Sobald diese nämlich angezogen waren, hörte es auf und begann erst wieder, als wir vom Pferd gestiegen waren.

In Dorndiel angekommen wurden die Pferde in den bereitgestellten Paddocks verstaut. Julia, Jutta, Iris, Felicia und Sina machten sich auf den Heimweg. Wir anderen fanden uns noch einmal bei Haußmanns ein. Bei Kaffee und Kuchen sowie Knabberzeug, Salat und Brot genossen wir das Trommeln des Regens auf dem Dach und ließen den Tag ausklingen.

Ich möchte danken:
-    Rotraud, Bernhard und Anna für die Organisation des Rittes
-    Sabine Auer und Co für die tolle Bewirtung und Unterbringung der Pferde
-    Felicia, Jutta und Eva für Kuchen und Lebkuchen
-    Martina, Hartmut und Rotraud für die Salate
-    und vor allem allen Reitern und Pferden für ihr Erscheinen

Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter. Es war wieder ein sehr schöner Ritt und eine nette, große Gruppe.       

Dabei waren:
Eva mit Rubin, Rainer mit Magnus, Martina mit Hetja, Hartmut mit Naggur, Gerlinde mit Kraki, Gisela mit Kjarkur, Iris mit Bjartur, Felicia mit Lilja
Ronja mit Seifur, Sina mit Sinta, Rebekka mit Mósa, Anna Kampfmann mit Soffía, Andrea mit Lífsgladur, Rotraud mit Mária, Bernhard mit Kátina
Anna Haußmann mit Hríma, Jutta mit Lipurtá, Julia mit Àkafi genannt Plüschi

Bericht vom 15.10.2009 von Anna Haußmann