21.10.2012  HERBSTRITT DORNDIEL


Im Dunst der letzten Morgennebel querte eine Gruppe fröhlicher Frauen die große Koppel am Waldrand. Durchs nasse Gras näherte eine Jede sich ihrem Auserwählten...Stopp...Stopp...Stopp...Dies ist kein Rosamunde Pilcher Roman, auch keine Schwedenkrimi, nein, dies war der Beginn eines wunderschönen sonnigen Tages, an dem sich die Islandpferdefreunde zu ihrem

 

Herbstritt 2012

 

in Dorndiel trafen. Zeitgleich mit der Aktion auf der Koppel, wurden am Stall von unseren Gastgebern Rotraud und Bernhard die ortsfremden Pferde ausgeladen und für den Ausritt fertig gemacht. Beide Gruppen vereinigten sich und starteten mit dem Klappern von 60 Pferdehufen durch den alten Ortskern mit den schönen Fachwerkhäusern, als kostenloser Weckdienst für Langschläfer. Unser Wanderritt blieb ungesegnet, da die Messe schon gelesen und der Messwein getrunken war. Pech.

In einem großen Bogen schritt die 15 Pferde fassende Reiterstaffel um den Ort, der nun vollständig von der Sonne beschienen wurde. Nun tauchten wir in den bunten Herbstwald ein. Unterwegs trafen wir auf Pilzsammler, Radfahrer und Spaziergänger. Auf breitem Weg wechselten wir die Gangart. Mir bot sich ein imposantes Bild, 7 Pferdepaare im Tölt voraus. Weitaus ungeordneter war wenig später der Galopp anzusehen. Eigentlich sah es wie ein ziemliches Durcheinander aus. Auf dem Binselberg bei den Windrädern sammelten wir uns, überquerten die Landstraße und erreichten kurz darauf unseren ersten Rastplatz. Der Eine zupfte hier ein Hälmchen, ein Anderer knackte dort eine Eichel, die Reiter wurden mit Schokolade verköstigt und genossen die Aussicht auf den Odenwald. Wenig später klapperten wir durch Raibach, der Weinbergtraktor mit den „lustigen“ Rentnern zuckelte hinter uns her, und so mancher clevere Mercedesfahrer ließ uns den Vortritt. Wir überwanden den letzten Bergkamm und erreichten unser Ziel, das Wächtersbachtal. Beim Hexebembel war Kelterfest, es wimmelte schon von Besuchern, Hunden, Freunden, Verwandten und Äpfeln. Und nun auch noch von Pferdeäpfeln. Wir übertrafen den Pferdeabsattel- und –versorgungsrekord, sodass sich unser Tisch schnell mit frischem Most, Apfelwein, Apfelsaft und den Köstlichkeiten der Speisekarte, wie Handkäs, Kochkäs, Kartoffel- und Gulaschsupp füllen konnte. Keiner blieb hungrig, keiner blieb durstig. Es melde sich der, der dem leckeren Blechkuchen zum Nachtisch widerstehen konnte. Unsere Pferde bekamen Wasser und Heu. Feinschmecker ?! Den Bembelhexen sei dank, Mensch und Tier wurden auch in diesem Jahr bestens verpflegt. Und so machten sich 15 zufriedene, erholte Pferd-Reiter-Paare bei immer noch strahlendem Sonnenschein auf den Heimweg. Ein gepflegter Tölt auf schmalem Weg und ein Gänsemarsch durch den dunklen, feuchten Wald, wir kamen an den Ortsrand von Dorndiel. Nach kurzem Hufgeklapper auf dem Asphalt teilte sich die Gruppe. Die Ortsfremden wurden am Stall versorgt, während die heimischen Amazonen ihre Pferde zurück zu Koppel ritten. Zum Abschluss trafen sich die Reiter zu Kaffee und Apfelkuchen an Rotrauds Esstisch. Als ich Dorndiel verließ, eroberten die ersten Nebel den Ort zurück.

                                                                                                                                                                                                                                                           Heike


Mit dabei waren: Martin mit Hansi, Uli mit Toni, Vera mit Fenja Lissy mit Spyr, Manfred mit Kelda, Dagmar mit Fitla, Rotraud, Andrea und Anna K. teilten sich Soffia u. Árvakur, Bernhard mit Hrima, Susan mit Gæfa, Felicia mit Lilli, , Rebekka mit Seifur, Anna H. mit Kátina, Christina mit Mosa und Heike mit Lifsgladur, Amos auf vier Pfoten(und Michael auf dem Fahrrad).

 

Unser aller Dank geht an alle berittenen und unberittenen Helfer