04.12.2011 Nikolausritt


Der Wetterbericht war schlecht, trotzdem gab es keine (!) Absagen. 15 hartgesottene Reiter trafen sich bei nasskalter Witterung in Ernsthofen bei Philipps. Unser Weihnachtslied kam gut, der erste Schnaps vor dem Abritt wärmte von innen und machte uns Mut (den wir dann sehr bald auch brauchten). Wir waren höchstens 10 Minuten im freien Feld unterwegs, als urplötzlich ein heftiger Regenguss einsetzte und uns ein kalter Wind ins Gesicht blies. Die Sache wurde so heftig, dass die Pferde streikten -  besonders Nils empfand die Situation als absolute Zumutung und wollte lieber heim in den gemütlichen Stall. Während man sich bemühte, ihn eines besseren zu belehren, hatten sich inzwischen alle anderen Isis umgedreht und rührten sich nicht mehr - alle Pferdekruppen zeigten in den Wind... Aus dem Regen wurde Hagel, der lokal genau über uns niederging, wow! Nach einer gefühlten Ewigkeit war das Schlimmste vorbei, triefnass und kalt ritten wir erstmal weiter in den schützenden Wald, wo Eva und Rainer vorsorglich eine kleine Reithalle hatten aufstellen lassen (?). Hier waren wir wenigstens von oben trocken und konnten beratschlagen wie es weitergehen sollte. Auf Reitunterricht hatte keiner Lust, und auf den angekündigten 3-Std-Ritt auch nicht alle. Kurzerhand bildeten wir zwei Gruppen, die eine ritt mit Rainer in einem großen Bogen wieder nach Hause und die andere setzte mit Eva den geplanten Ritt fort. Richtung Ober-Ramstadt sah der Himmel besser aus, und tatsächlich regnete es bald nur noch unwesentlich. Die"Hardcore-Reiter" überquerten den Abzweig Neutsch, weiter zu den Fischteichen Nieder-Modau, von hier aus bergauf auf die Hohe Straße. Diese führt auf relativ gleicher Höhe von Frankenhausen nach Ober-Ramstadt und lud uns zu einem ausgiebigen Tölt ein. Schon lange war unsere Stimmung wieder gut und wir kamen flott beim Naturfreundehaus Ober-Ramstadt an, wo uns schon Miriam und Michael erwarteten. Sattelbalken und eine geöffnete Gaststätte empfehlen sich hier einzukehren. Heute gab es sogar Feuerzangenbowle, die wir allerdings mit der gebotenen Vorsicht probierten... schließlich kennt man die Folgen. Kaum wieder aufgesessen ging es zügig Richtung Heimat, Rubin legte gleich den Turbo-Schritt ein und die anderen liessen sich gerne anstecken. Gegen 13.45 Uhr kamen wir stolz zu Hause an und freuten uns jetzt auch sehr auf den warmen Ofen und das wohlverdiente Mittagessen. Weitere Islandpferdefreunde kamen dazu und es gab viel zu erzählen. Wir bedanken uns bei den Reitern, bei den Spendern für´s Büffet und bei den Helfern im Hintergrund (besonders bei Miriam).

Mitgeritten sind:
Uli mit Toni, Insa mit Perla, Steffi mit Faxi, Anja mit Lenni, Anna mit Arvakur, Bernhard mit Hrima, Andrea mit Draumadis, Nicole mit Logi, Rainer mit Magnus, Eva mit Rubin, Gabi mit Bangsi, Melanie mit Nils, Rotraud mit Maria, Christina mit Mosa, Hartmut mit Disa

gefehlt hat:
Rudolf Koch, der als Fotograf und sehr guter Freund bei vielen Nikolausritten dabei war.                                                                                             Eva

Fotos von Miriam Bönning. Foto anclicken, wird groß!